1001 Tänze

Orientalischer Tanz/Bauchtanz

Orientalischer Tanz

Es wird angenommen, dass der Orientalische Tanz/Bauchtanz in seiner ursprünglichsten Form einer der ältesten Tänze der Erde ist. Schon in steinzeitlichen Fresken, die auf ein Alter von 7000 Jahren geschätzt werden, sind tanzende Frauen in Fruchtbarkeitsritualen abgebildet. Im alten Ägypten löste sich der Fruchtbarkeitstanz immer mehr von seiner ursprünglich rituell-religiösen Form und entwickelte sich zu einem Showtanz, der die vornehmen Ägypter unterhalten sollte. Auch im alten Rom war der Orientalische Tanz/Bauchtanz durchaus bekannt und beliebt, bis er jedoch, mit dem Aufkommen des Christentums, schliesslich als unmoralisch oder gar obszön betrachtet wurde und in Vergessenheit geriet. Allerdings sind diese Tänze selbstverständlich nicht mit der heutigen Form des Bauchtanzes identisch. Die heute bekannte Form des Orientalischen Tanzes wurde unter anderem durch indische, türkische und europäische Elemente mehr oder weniger stark beeinflusst.
Im 19. Jh. wurde der Orientalische Tanz/Bauchtanz im Westen neu entdeckt. Anfangs war das Publikum zwar skeptisch, doch schliesslich liess sich die westliche Welt begeistern und Orientalische Tänze wurden sogar in der Oper aufgeführt (als Beispiel sei nur der berühmte Schleiertanz in „Salomé“ genannt). Der Erfolg war jedoch von kurzer Dauer: Am Anfang des 20. Jh. wurde der Bauchtanz wiederum als anstössig und unmoralisch empfunden. Heute gibt es eine Vielzahl an unterschiedlichen Tanzstilen, die im Westen alle unter dem Begriff „Bauchtanz“ zusammengefasst werden.
Vor allem in Ägypten, im Herzen der arabischen Länder, ist der Orientalische Tanz (ob klassisch oder Folklore) noch heute sehr verbreitet.
Ein berühmter Folkloretanz ist der Stocktanz. Dabei wird, wie der Name es schon sagt, mit einem langen Stock getanzt. Der Tanz stammt aus Oberägypten und wurde ursprünglich nur von Männern getanzt. Diese benutzten den Stock als Waffe, was in den Tanzbewegungen noch heute zum Vorschein kommt. Auch Frauen tanzen heute Stocktanz, jedoch auf kokettere Weise. Der Tanz wird mit einem oder zwei Stöcken ausgeführt.
Im klassischen Orientalischen Tanz/Bauchtanz wird meist ohne Requisit getanzt. Meist beginnt eine Tanzroutine mit einem Schleierentrée und endet mit einem Trommelsolo, in welchem die Tänzerin ihr Können zeigt. Tänze, in welchen die ganze Zeit mit dem Schleier getanzt wird, stammen eher aus dem Westen und sind im Orient seltener anzutreffen. Der Schleier symbolisiert dabei das Mysteriöse des Orients und ist daher in Europa und Amerika sehr beliebt. Ein solcher Tanz kann mit einem oder mehreren Schleiern getanzt werden.
Der Tanz mit dem Säbel gehört ebenfalls zu dieser „Fantasie-Kategorie“. Auch dieser stammt aus dem Westen. Ursprünglich tanzte im Orient die Braut an ihrem Hochzeitstag mit dem Säbel oder Dolch ihres Mannes. Diese Waffe symbolisierte die Ehre des Mannes und die Braut versprach mit dem Tanz, die Ehre des Mannes zu achten und zu schützen. Heute hat sich der Tanz zu einem vor allem im Westen beliebten Showtanz entwickelt, in welchem der Säbel während des Tanzes unter anderem auf dem Kopf balanciert wird.
Der Orientalische Tanz/Bauchtanz wird heute im Westen immer bekannter, unter anderem wegen seiner positiven Auswirkung auf Gesundheit und Geist. Der Orientalische Tanz/Bauchtanz aktiviert die Muskeln des ganzen Körpers von Kopf bis Fuss, er ist gesund für den Rücken und stärkt das Selbstbewusstsein. Er lockert den Körper und löst Verkrampfungen. Durch weiche, runde Bewegungen wird auch die natürliche Anmut, die in jeder Frau steckt, zum Vorschein gebracht. Zu guter Letzt ist der Spass und die Freude an einem Tanz, der von jeder Frau gelernt werden kann, nicht zu vergessen!
 
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Chinesischer Tanz

Chinesischer TanzChina ist mit einer Fläche von fast 9,6 Mio. qkm eines der grössten Länder dieser Welt. Genau so gross ist seine kulturelle Vielfalt. Das Milliardenvolk wird offiziell in 56 Völkergruppen unterteilt, welche jede ihre eigene Tanzkultur besitzt.
Einige der bekanntesten Minderheitentänze sollen hier kurz erläutert werden:
Tibetischer Tanz
Charakteristisch für den tibetischen Tanz sind die wippenden, fast hüpfenden Bewegungen. Der tibetische Tanz wird meist tief in den Knien und mit nach vorne geneigtem Oberkörper getanzt. Diese Haltung dient in engen, gebirgigen Pfaden der Trittsicherheit. Somit wird der Alltag, wie für Volkstänze charakteristisch, in den Tanz eingebaut. Der tibetische Tanz enthält teils recht komplizierte Schrittfolgen und Fussbewegungen, die an Stepptanz erinnern. Die Arme bewegen sich dazu in grossen, kreisenden Bewegungen. In Tibet sind Reigentänze sehr beliebt.
Der tibetische Tanz wird in Stiefeln getanzt, die Frauen tragen Röcke (entweder bis zum Boden oder, moderner, bis zu den Knien). Über dem Rock wird ein Mantel getragen (falls dieser nicht schon im Rock integriert ist), dessen Oberteil häufig bis zur Taille runtergelassen wird. Durch einen Knoten in beiden Ärmeln wird er dort fixiert. Somit kommt das Unterkleid zum Vorschein. Ausserdem sind Tibeterinnen immer reich mit Halbedelsteinen und Silber geschmückt. Vor allem Türkise und Bernsteine sind beliebt. Das Spezielle am tibetischen Tanz sind die langen Ärmel (shuixiu), die das Wasser repräsentieren. Beim Schwingen der Arme kommen diese besonders zur Geltung. Der tibetische Tanz gehört ausserdem zur Grundausbildung der Volkstänze der Pekinger Tanzakademie (zusammen mit den Volkstänzen der Han, der Mongolen und der Uighuren).
Tänze der Han
Zu den Han gehört in China die Mehrheit der Bevölkerung. Die Tänze der Han sind sehr lebhaft und die Mimik, bzw. der Ausdruck, spielt eine wichtige Rolle. Am bekanntesten ist wohl der "Yangge", von dem zahlreiche Variationen gibt. Je nach Region birgt dieser ursprünglich von Bauern getanzte Volkstanz grössere Unterschiede. Diese Tanzform wurde ursprünglich am Erntedankfest getanzt und noch heute kann man sie am Frühlingsfest und am Laternenfest sehen. Dabei wird mit Fächer und Taschentuch und manchmal gar auf Stelzen getanzt. Begleitet werden die Tänzer/innen unter anderem von Trommeln. Der Klang der Trommeln wurde früher mit dem Donner in Verbindung gebracht und daher stammt der Glaube, dass Trommelschläge Regen bringen. Grundsätzlich wird der "Yangge" von Gruppen getanzt, welche meist ein oder mehrere junge Mädchen (), einen Clown (chou), junge Männer (gongzi) und ein altes Weib (laokuai) beinhalten. Die Rollen sind klar definiert, was aus dem Tanz fast ein "Tanztheater" macht. Nicht umsonst wurden im Tanz viele Elemente der traditionellen chinesischen Oper integriert. Auch die Akrobatik findet hier ihren Platz und wird meist vom Clown gezeigt. Jedoch varieren die Charaktere je nach Region. Die hier beschriebenen Rollen stammen aus dem Yangge der Provinz Hebei und dienen nur als Beispiel.
Unter den bekanntesten "Yangge" findet man den Haiyang Yangge (wobei Haiyang wie die meisten Yangge-Namen einen Ort bezeichnet), welcher äusserst elegant, grazil und zart wirkt. Er ist wie alle "Yangge" ausdrucksstark und mädchenhaft. Charakteristisch ist die auffällige Auf- und Abatmung, die leicht an das Tai-Qi erinnert. Weitere "Yangge" sind der Dongbei Yangge (der ohne Fächer, dafür mit zwei Tüchern getanzt wird), der Hebei Yangge (siehe Beispiel weiter oben) und der Jiaozhou Yangge, der wiederum dem Haiyang Yangge sehr ähnelt. Zu den Hantänzen zählen auch der Anhui Huagudeng und der Yunnan Huadeng. Dieser letztere ist im Vergleich zum erstgenannten Haiyang Yangge lebhafter, schnell und sehr fröhlich.
Uighurischer Tanz
Die Uighuren leben hauptsächlich in der Provinz Xinjiang, im Nordwesten Chinas. Die Provinz grenzt unter anderem an die Staaten Kasachsten und Kirgistan. Die Tänze der Uighuren ähneln dadurch den zentralasiatischen Tänzen. Hier wird grossen Wert auf schöne Arme und Hände gelegt. Die Gesichtsmimik ist sehr ausgefeilt: sogar mit den Augenbrauen wird getanzt. Auch die Kopf- und Schulterbewegungen nehmen einen wichtigen Platz ein. Die Schritte sind meist klein und teilweise sehr schnell, viele Drehungen und tiefe Rückenbeugen kommen ebenfalls vor. Die Tänzerinnen tragen meist ein Gilet über einem Kleid unter welchem sie immer Hosen anhaben (die Uighuren sind Moslems). Die Haare tragen die Tänzerinnen in kleinen, langen Zöpfen und getanzt wird in goldenen oder schwarzen Charakterschuhen. Meist stecken sich die Tänzerinnen rote Blumen ins Haar (rot ist in Xinjiang, wie überall in China, eine äusserst beliebte Farbe). Manchmal balanciert die Tänzerin während des Tanzes auch mehrere Tassen auf dem Kopf oder sie tanzt mit zwei kleinen Tellern in den Händen, auf denen sie den Takt mitschlägt. Vor allem in der Han- und der Tangdynastie waren uighurische Tänze ihrer Anmut wegen am Hofe sehr beliebt. Die Tangdynastie war ausserdem eine Zeit der Öffnung Chinas, man denke nur an die Seidenstrasse. Dies ist ein weiterer Grund, weswegen die uighurischen Tänze in dieser Zeit am Hofe so beliebt waren. Noch heute empfinden viele Han-Chinesen den uighurischen Tanz als sehr exotisch.
Mongolischer Tanz Mongolischer Tanz
Der mongolische Tanz ist ziemlich rassig. Auch hier werden manchmal Tassen auf dem Kopf balanciert. Charakteristisch für den mongolischen Tanz sind die auffälligen Schulter- und Armbewegungen. Von Schultertwist über Auf- und Abwippen bis zum Schultershimmy wird ein breites Repertoire an verschiedenen Schulterbewegungen eingesetzt. Die Tänzer imitieren häufig das Reiten (mit den Füssen imitieren sie den Galopp, mit den Händen das Halten der Zügel). Dies ist auf das Nomadentum dieses Volkes zurückzuführen. Die Armbewegungen erinnern an die Flügel eines Falken, welche bei den Mongolen gerne für die Jagd eingesetzt werden. Die Frauen tragen beim Tanz sehr weite Röcke. Wie bei den zentralasiatischen Tänzen sind die Kostüme in der Taille sehr eng. Die Männer tragen relativ enge Hosen. Beide Geschlechter tragen Stiefel.
Tanz der Thaiminderheit
Die Thaiminderheit (chinesisch: dai) lebt im Südwesten Chinas. Ihr berühmtester Tanz imitiert die eleganten, stolzen Bewegungen des Pfaus, welcher das „Totemtier“ dieser Minorität darstellt. Er symbolisiert Glück, Schönheit und Ehrlichkeit. Beim Tanz wird mit den Fingern der Kopf des Pfaus imitiert. Mit dem Daumen und dem Zeigefinder wird, zum Beispiel, der Schnabel geformt. Die anderen Finger sind aufgefächert und stellen die Kopffedern dar. Andere Bewegungen (das Fliegen, das Wassertrinken und anschliessende Federnschütteln) wird mit den Armen und mit Schultershimmies dargestellt. Auch in den Schritten sind vogelartige Bewegungen erkennbar. Ausserdem beinhaltet der Tanz viele Pliés, Beckenkippen und Vor-, sowie Rückbeugen des Rückens. Die Tänzerinnen dieser Minderheit tragen enge Wickeljupes und kurze Oberteile, bei denen der Bauch sichtbar bleibt. Doch auch innerhalb der Volksgruppe gibt es, was die Kleidung anbelangt, grosse Unterschiede. Beim Tanzen wird aber meist die oben genannte Kleidung getragen, ausser für den Pfauentanz, für den ein langes Tüllkleid (ähnlich wie im Ballett) getragen wird, das mit Pfauenfedern geschmückt ist.
 
Die Tänze der anderen Minderheiten sind ausserhalb Chinas weniger bekannt. Es könnten noch die Tänze der Miao, Yao, Yi, Mandschu, Va und der Zhuang (u.a.) genannt werden, vorauf hier aus Platzgründen jedoch verzichtet wird. Der gemeinsame Punkt aller Tänze sind wohl nur die farbenprächtigen Kostüme und die Vorliebe für die mädchenhafte, fast zerbrechliche Mimik. Ansonsten gibt es sehr grosse Unterschiede zwischen den einzelnen Tänzen. Forscher scheinen sich jedoch einig zu sein, dass viele Tänze von Ritualen abstammen, d.h. religiösen Ursprungs sind, oder dazu dienen (oder dienten) die jungen Menschen zu erziehen. Daher werden in den Tänzen häufig Gesten des Alltags imitiert.
 
Was den Antiken Chinesischen Tanz betrifft, so wird dieser heute häufig aus Bildern, Figuren und Texten, welche in archäologischen Funden entdeckt wurden, rekonstruiert. Er wird häufig mit Requisiten, wie beispielsweise langen Ärmeln (shuixiu), Fächer oder Schwertern, getanzt. Ausserdem enthält er viele Elemente des Balletts, der chinesischen Volksoper und chinesischer Kampfkunst (um die Lücken, welche aus den statischen Quellen entstanden sind, zu füllen). Da es sich dabei um einen rekonstruierten Tanz handelt, hat er keinen Anspruch auf Authentizität, was seiner Schönheit jedoch nicht im Geringsten schadet. Ein sehr bekannter, antiker Tanz ist der "Tage". Dieser wurde unter anderem anhand von schriftlichen Quellen (Beschreibungen in Geschichtsbüchern und Annalen) rekonstruiert. In seiner ursprünglichsten Form wurde er auf Töpfereien dargestellt, die vor über 3000 Jahren bemalt worden sind. Die Kleidung, die dazu getragen wird ist aber im Stil der Han-Dynastie (206 v. Chr. bis 220 n. Chr.). Auch dieser Tanz wird mit langen Ärmeln getanzt.
 
Ein interessanter Artikel zum klassischen chinesischen Tanz wurde in der November 2008 Ausgabe des Wellness Magazins veröffentlicht. Die Redaktion war so freundlich, mir hier eine (von mir leicht gekürzte) Reproduktion des Textes zu erlauben. An dieser Stelle möchte ich mich nochmals ganz herzlich dafür bedanken. Angaben zur Quelle, wo auch der vollständige Text zu finden ist, folgen am Ende des Artikels.
 
Der klassische chinesische Tanz legt Wert auf innere Qualität
Trotz stetigem Wandel hat der chinesische Tanz bis heute seine bedeutungsvolle Form und den klassischen Stil bewahrt. Er ist imstande, alle Arten von Charakteren und Geschichten mit seiner strikten Form, seinen Bewegungen und Techniken auszudrücken. […]
Der chinesische Tanz hat zwei wichtige Elemente: die inner Qualität und die Technik. Durch die inner Qualität bekommt der chinesische Tanz seine Bedeutung und sein einzigartiges Wesen. Jeder chinesische Tanz hat eine ihm eigene innere Qualität. Die Technik hingegen besteht aus Tanformen und Tanzbewegungen, die die geistigen Inhalte transportieren. Während das Publikum die Tanzkostüme, die Farben und die Bewegungen wahrnimmt, wirken zugleich die geistigen Inhalte. Der chinesische Volksmund sagt dazu „der Geist der Zuschauer wird tiefgründig kultiviert und genährt“.
Die innere Qualität wird erreicht, wenn die vier Aspekte – Xing (Körper), Shen (Geist), Jing (Kraft) und Lü (Gesetzmässigkeit) – miteinander harmonisch verschmelzen. Die Beziehunge von Körper und Geist wird im chinesischen Tanz so erklärt: „Der Geist leitet den Körper, der Körper spiegelt den Geist; Bevor der Körper eine Bewegung ausführt, existiert sie schon im Geist; Wenn der Körper zur Ruhe kommt, bleibt die Bewegung noch im Geist“. Experten führen auf diese erstaunliche Charakteristik zurück, dass in der Wahrnehmung der Zuschauer die Tanzbewegungen niemals aufzuhören scheinen.
[…]  „In der Bewegung gibt es die Ruhe – in der Ruhe gibt es die Bewegung“, „Will man vorstossen – hält man zunächst an“, „Will man nach links – geht man zunächst nach rechts“, „Will man nach vorne – rückt man zunächst nach hinten“, „Will man sich öffnen – macht man sich zuerst zu“, „Will man das Netz zuziehen – öffnet man es zuerst so weit wie möglich“, „Will man eine Sache haben – gibt man diese Sache zuerst ab“.
Diese Regeln stammen aus der Rede über chinesische Kriegskunst „Der überraschende Einsatz der Kampfkräfte“ von Laotse. Sie finden auch beim klassischen chinesischen Tanz Anwendung und gehören hier zu dem Aspekt der „Gesetzmässigkeit“, auch als „fan lü – gegensätzliche Gesetzmässigkeit“ bezeichnet. Die Wahrnehmung der wechselvollen, rätselhaften und überraschenden Änderungen in den Bewegungen des chinesischen Tanzes entsteht aus dieser gegensätzlichen Gesetzmässigkeit.
 […] In der konfuzianischen Kultur heisst es: „Die „Menschen leben in Harmonie, bleiben aber unterschiedlich“. Vergleichbar einem See, in den hundert Flüsse münden, integriert die chinesische Kultur die Essenz unterschiedlicher Dynastien in sich. Die Eigenschaft der Toleranz findet sich auch im chinesischen Tanz wieder. Er beinhaltet unterschiedliche Techniken, wie die der chinesischen Kampfkunst, des Volkstanzes sowie der Volksoper. […] Der chinesische Tanz ist deshalb sehr reich an Ausdrucksformen und im Stande, eine Reihe menschlicher Gefühle wie Freude, Ärger, Trauer und Begeisterung perfekt zum Ausdruck zu bringen.
[…] Nach Ansicht der Chinesen soll der klassische Tanz imstande sein, die Schicht des Nebels der Illusionen, der die Menschen in dieser Welt umgibt, zu durchdringen, die gutherzige Natur in den Herzen der Zuschauer zu berühren.
 
Quelle: www.ihr-wellness-magazin.de
            www.epochtimes.de
            http://divineperformingarts.eu/
 
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Usbekischer Tanz

Usbekischer TanzDer Ursprung des usbekischen Tanzes liegt im höfischen Tanzstil, der vor hochrangigen Gästen oder im Harem (Itshkari) vorgeführt wurde. Diese Tänze waren meist sehr melancholisch. Je nach Region sind heute unterschiedliche Tänze und Tanzstile bekannt: Beim Buchara-Stil ist der persische Einfluss in den Rhythmen spürbar. Auffallend sind die tiefen Rückenbeugen und die komplizierte Arm- und Handführung. Der Tanz wird mit einem weiten, bestickten Samtkleid (Tschapan) getanzt. Bekannt ist auch der Choresm-Stil: Bei diesem Tanz tanzte die Tänzerin traditionellerweise auf einem grossen Teller. Daher stammen auch die sehr kleinen Schritte. Charakteristisch sind auch die Zitter- und Schüttelbewegungen, welche durch Handschellen unterstrichen werden. Solche Handschellen sind übrigens auch im Buchara-Stil zu finden.
Der Tanzstil aus dem Ferghanatal ähnelt den chinesischen Tanzstilen aus der angrenzenden Provinz Xinjiang. Daher habe ich diesen Stil auch in mein Repertoire aufgenommen. Charakteristisch sind die weichen, fliessenden Armbewegungen und die Handgelenkkreise. Der Tanz ist äusserst ausdrucksstark, wobei die Mimik von scheu-kokett, über melancholisch bis fröhlich wechselt. Sie ist in jedem Fall sehr ausgefeilt.
 
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Balinesischer Tanz

Balinesischer TanzIn Bali, einer Insel Indonesiens, nehmen Theater und Tanz seit eh und je eine wichtige Rolle ein. Diese werden während Zeremonien und Tempelfesten aufgeführt. Viele Elemente des Tanzes stammen ursprünglich aus Java, wo sie heute wegen der Islamisierung verloren gegangen sind. Häufig werden im balinesischen Tanz die Götter dargestellt oder es wird ein Tier dargestellt, das sowohl im wunderschönen Kostüm, wie auch in den sehr feinen, detaillierten Bewegungen elegant nachgeahmt wird. Auch Geschichten können mit Hilfe des Tanzes erzählt werden oder das alltägliche Leben und die Gewohnheiten dieses Volkes werden durch den Tanz erläutert. Die Tänze stehen meist in enger Verbindung mit der Religion. Balinesische Tempel bestehen meist aus drei Höfen. Je heiliger ein Tanz ist, desto weiter im Tempelinnern wird er getanzt. Häufig ist diesen Tänzen auch eine Trance eigen.
Im Folgenden werden einige nichtreligiöse Tänze kurz vorgestellt:
Der Begrüssungstanz (Tari Penyembrahma oder Tari Panyembrama) ist wohl einer der berühmtesten Tänze Balis. Der Tanz wurde 1967 von I Gusti Gedé Raka choreographiert. Er wird häufig vorgetanzt, um Ehrengäste willkommen zu heissen. Dabei wird mit einem „bokor“ getanzt, einer Silberschüssel, die mit Blumen gefüllt ist, welche während des Tanzes zur Begrüssung ins Publikum geworfen werden. Viele der Bewegungen dieses Tanzes stammen von heiligen Tempeltänzen. Im Gegensatz zu diesen religiösen Tänzen ist der Begrüssungstanz aber ein reiner Unterhaltungstanz.
Der Hahnentanz (Manuk Rawa) entstand 1981. In diesem Tanz erinnern die Bewegungen stark an den Vogel. Die ruckartigen Kopfbewegungen, die Flügelbewegungen und auch die Bewegungen der Füsse wurden vom Hahn inspiriert. Auch das Kostüm erinnert stark an das Tier: Der Kopfschmuck weist vorne einen Hahnenkopf auf und im hinteren Teil sind die Flügel zu erkennen. An den Armen der Tänzerin sind ausserdem zwei grosse Stofflügel befestigt und an den Fussgelenken sind goldene Krallen zu sehen.
Der Paradiesvogeltanz (Cendrawasih) entstand um 1988. Diesmal handelt es sich um ein Duett, welches zwei Paradiesvögel darstellt (ein Nationalsymbol in Indonesien), wobei das Männchen um das Weibchen wirbt. Beide Vögel werden von zwei Tänzerinnen im selben Kostüm dargestellt. Auch hier kann man in den Bewegungen klar sehen, dass es sich um einen Vogeltanz handelt. Am hinteren Teil des Kostüms ist ein grosses Stück Stoff befestigt, welches die Tänzerin während des Tanzens zu einem Rad öffnet (wie bei einem Pfau). Der Kopfschmuck wirkt majestätisch und ist mit Gold und kleinen Spiegeln geschmückt, was typisch für den Schmuck bei balinesischen Tänzerinnen ist.
 

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Videoclip Oriental

Basis und Hauptelement dieses modernen Tanzes ist der Orientalische Tanz. Dieser wird mit Elementen aus dem Streetdance, MTV-Dance, Jazzdance, Latin und anderen, modernen Tänzen angereichert und zu moderner, westlicher Musik (vor allem "Blackmusic", Pop, Jazz usw.) getanzt. Den Tanz habe ich selber kreiert, doch gab es schon früher zahlreiche Variationen von Orientalischen Tänzen, die beispielsweise mit Hip-Hop oder Flamenco kombiniert wurden. Neu ist bei diesem Tanz, dass der grösste Teil der Bewegungen (mind. 80%) aus dem Orientalischen Tanz stammt und nur wenige Elemente aus anderen Tänzen stammen, die aber alle miteinander in einem Stück vermischt werden. Dies trägt der Vielseitigkeit des Tanzes bei. Die Bewegungen haben so etwas von der orientalischen Sinnlichkeit, eine Prise fernöstliche Koketterie und den lockeren, lässigen und manchmal provokativen Einfluss des Streetdance, sowie der fliessenden Eleganz des Jazz.
 

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